Juliane Brunkhorst und DSP Diamante Negro tanzen zum Sieg

Sep. 6, 2026

Juliane Brunkhorst und DSP Diamante Negro tanzen zum Sieg unter Flutlicht

Publikum feiert Grand Prix Kür vor dem Münsteraner Schloss / Fachkundige Kommentierung des Richterkollegiums bringt Dressursport näher an die Zuschauer

MÜNSTER. Musik, Flutlicht und viel Applaus vor dem münsterschen Schloss: Juliane Brunkhorst und DSP Diamante Negro gewannen am Samstagabend die Grand Prix Kür im Preis des Bankhauses Metzler beim Al Shira’aa Turnier der Sieger. Mit 78,100 Prozent setzte sich das Paar deutlich an die Spitze und wurde dabei auch zum Publikumsliebling des Abends. Rang zwei ging an die Dänin Amalie Aasted Albaek mit Vorreiter vor Andrea Timpe und Don Carismo FRH.

Das Starterfeld der Grand Prix Kür war kurzfristig kleiner geworden als geplant. Nachdem Helen Langehanenberg und Ingrid Klimke ausgefallen waren, gingen am Samstagabend lediglich vier Paare an den Start. Der Stimmung auf den Rängen tat das jedoch keinen Abbruch: Das Münsteraner Publikum begleitete die Ritte mit viel Applaus und sorgte unter Flutlicht für die besondere Atmosphäre, die die Dressur am Samstagabend seit Jahren zu einem Höhepunkt des Turnierwochenendes macht.

Klare Entscheidung für Brunkhorst und Diamante Negro
Zum sportlichen und emotionalen Höhepunkt wurde der Auftritt von Juliane Brunkhorst und dem zehnjährigen DSP Diamante Negro. Schon während ihrer Kür war die Unterstützung von den Rängen deutlich zu spüren. Zu Musik wie Céline Dions „That’s the Way It Is“ und Yolanda Adams’ „I Believe“ tanzte das Paar durch das Viereck vor dem erleuchteten Schloss und begeisterte Richter und Publikum gleichermaßen.

Das Ergebnis fiel entsprechend deutlich aus: 78,100 Prozent bedeuteten den Sieg mit fast fünf Prozentpunkten Vorsprung. In der künstlerischen Bewertung vergaben die fünf Richter für Brunkhorst und Diamante Negro Werte zwischen 78 und 85 Prozent.

Amalie Aasted Albaek belegte mit Vorreiter bei ihrer Münsteraner Kür Rang zwei. Das dänische Paar kam auf 73,150 Prozent. Denkbar knapp fiel die Entscheidung um den nächsten Platz aus: Andrea Timpe und Don Carismo FRH wurden mit 73,100 Prozent Dritte – gerade einmal fünf Hundertstelsekunden trennten damit die Plätze zwei und drei. Nadine Plaster und Shiva NRW komplettierten das Ergebnis mit 72,075 Prozent auf Rang vier.

Richter erklären, was eine gute Kür ausmacht

Eine Besonderheit des Abends endete jeweils nicht mit dem Schlussgruß. Nach jedem Ritt ordnete das Richterkollegium die gezeigte Leistung fachkundig ein und erklärte dem Publikum, wo die besonderen Stärken der jeweiligen Kür gelegen hatten und welche Details Einfluss auf die Bewertung nahmen.

Damit erhielten nicht nur Dressurkenner einen zusätzlichen Einblick in die Entscheidungen am Richtertisch. Auch weniger erfahrene Zuschauer konnten unmittelbar nachvollziehen, worauf es bei einer Grand Prix Kür ankommt und wie sich sportliche Ausführung, Choreografie und Musik zu einer Gesamtbewertung verbinden.

Gerade vor der besonderen Kulisse des Turnier der Sieger wurde daraus ein Format, das Spitzensport und Zuschauer besonders nah zusammenbrachte: erst der Ritt, anschließend die fachliche Einordnung – und dazwischen immer wieder viel Applaus von den Rängen.

Dressursport durch die Nacht

So wurde die Grand Prix Kür trotz des kleinen Starterfeldes zu einem stimmungsvollen Abschluss des Dressurprogramms am Samstag. Flutlicht, Musik und die Kulisse des Fürstbischöflichen Schlosses schufen den Rahmen, das Publikum sorgte für die passende Stimmung.
Den größten Jubel des Abends nahmen schließlich Juliane Brunkhorst und DSP Diamante Negro mit. Mit ihrem deutlichen Sieg und einer Kür, die auch die Zuschauer auf den Rängen für sich gewann, tanzten sie durch die Münsteraner Nacht – und auf Platz eins.

Fotos: Johanna Milse