Vier Prüfungen, drei Merschformanns: Familien-Wochenende auf dem Schlossplatz

Sep. 5, 2026

Vier Prüfungen, drei Merschformanns: Familien-Wochenende auf dem Schlossplatz

Carlotta und Malte Merschformann prägen Al Shira’aa Amateur Sieger Preis / Max Merschformann gewinnt Finale der Provinzial Versicherung

MÜNSTER. Vier Prüfungen, vier Siege für eine Familie: Carlotta, Malte und Max Merschformann haben am Freitag und Samstag beim Al Shira’aa Turnier der Sieger gleich zwei Nachwuchs- und Amateur-Touren geprägt.

Nachdem Carlotta Merschformann am Freitag die Einlaufprüfung zum Al Shira’aa Amateur Sieger Preis gewonnen hatte, übernahm am Samstag ihr Cousin Malte: Erst entschied er die Einlaufprüfung zum Junioren-Förderpreis der Provinzial Versicherung für sich, anschließend auch das Finale der Amateur-Tour. Im Finale am Samstagnachmittag setzte schließlich sein Bruder Max den Schlusspunkt unter ein außergewöhnliches Familien-Wochenende.

Den Anfang machte Carlotta Merschformann am Freitag. Mit der zehnjährigen Laetitia gewann sie den Preis der Equigetic by Tina Schäfer, die Einlaufprüfung zum erstmals ausgetragenen Al Shira’aa Amateur Sieger Preis. Fehlerfrei in 63,83 Sekunden verwies sie Mia Walter mit Cruella de Vil und Justus Rotermund mit Call me S auf die Plätze zwei und drei.

Malte Merschformann gewinnt gleich zweimal

Am Samstag setzte ihr Cousin Malte Merschformann die Erfolgsserie fort. Im Preis der Sportpferde Osterhoff, der Einlaufprüfung zum Junioren-Förderpreis der Provinzial Versicherung, blieb er mit Blue Water erneut fehlerfrei und setzte sich in 67,30 Sekunden an die Spitze. Sein Bruder Max kündigte dabei bereits an, dass auch mit ihm im Finale zu rechnen sein würde: Mit Igne de Felines belegte er in 70,96 Sekunden Rang zwei. Tessa Thenhausen und Liverpool B. folgten auf Platz drei.

Viel Zeit zum Feiern blieb Malte Merschformann allerdings nicht. Wenig später saß er bereits wieder im Sattel – dieses Mal im Finale des Al Shira’aa Amateur Sieger Preises. Dort qualifizierte sich der 17-Jährige mit Kewanda van Beek für das Stechen und lieferte dort in 34,60 Sekunden die schnellste fehlerfreie Runde. Sabrina Rusche und Amazing V kamen ihm in 34,81 Sekunden noch am nächsten, Andrea Hoppe und Slanelough Ultimatum belegten in 37,01 Sekunden Rang drei.

Im Finale schlägt die Stunde von Max

Am Samstagnachmittag wechselten die Brüder schließlich die Reihenfolge. Im Preis der Provinzial Versicherung, dem Finale des Junioren-Förderpreises, erreichten fünf Paare das Stechen. Max Merschformann und die achtjährige Igne de Felines blieben dort fehlerfrei und setzten mit 37,37 Sekunden eine deutliche Bestmarke.
Jan Thewes und Ucella 9 sicherten sich mit einer weiteren Nullrunde in 41,10 Sekunden Rang zwei. Nur vier Hundertstelsekunden später kamen Lina Renzel und G.Nuriel Z ins Ziel und belegten Platz drei. Anni Rodemeier wurde mit Plot’s Pippa Vierte, Hanna Bräuer und Flash belegten Rang fünf. Malte Merschformann, der mit Blue Water im Umlauf vier Strafpunkte verzeichnete, komplettierte auf Rang sechs ein weiteres starkes Familienergebnis.

Damit endeten vier Prüfungen innerhalb von zwei Tagen mit demselben Nachnamen an der Spitze: Carlotta Merschformann eröffnete die Serie am Freitag, ihr Cousin Malte gewann am Samstag gleich zwei Prüfungen und dessen Bruder Max sorgte im Finale des Junioren-Förderpreises für den vierten Sieg.

Nachwuchsförderung mit großer Bühne

Beide Touren stehen zugleich für einen wichtigen Bestandteil des Al Shira’aa Turnier der Sieger: Neben dem internationalen Spitzensport erhalten auch junge Reiterinnen und Reiter sowie Amateure ihre eigene Bühne vor dem Münsteraner Schloss. Der Al Shira’aa Amateur Sieger Preis wurde neu in das Programm aufgenommen, während der Junioren-Förderpreis der Provinzial Versicherung seit Jahren gezielt dem reiterlichen Nachwuchs eine Startmöglichkeit auf dem traditionsreichen Turnierplatz bietet.

Dass ausgerechnet eine Familie beide Touren an diesem Wochenende so deutlich prägen würde, war allerdings kaum vorherzusehen. Für Carlotta, Malte und Max Merschformann dürfte das Al Shira’aa Turnier der Sieger 2026 damit schon jetzt eines sein, an das sie sich noch lange erinnern werden.

Fotos: Johanna Milse, Theresa Schepp