Talentierter Nachwuchs auf der großen Bühne vor dem Schloss
Auszeichnungen für Pramwaldhof’s So Nice und Gut Neuenhof’s Moon River
MÜNSTER. Der Donnerstagnachmittag gehört beim Al Shira’aa Turnier der Sieger traditionell dem „jungen Gemüse“: Dann finden jährlich die Reitpferdeprüfungen für drei- und vierjährige Pferde, genauer gesagt das Westfalen Wappen und das OPTIMUM, statt. Ausgezeichnet wurden diesmal Gut Neuenhof’s Moon River und Pramwaldhof’s So Nice.
Es geht mitunter bunt zu, wenn auf dem münsterschen Schlossplatz die jüngsten Reitpferde das Viereck betreten. Gleichzeitig bietet der Donnerstagnachmittag beim Al Shira’aa Turnier der Sieger traditionell die Möglichkeit, einige der besten Nachwuchspferde des Landes zu begutachten.
Pramwaldhof’s So Nice ist Sieger des OPTIMUM
In der Konkurrenz der vierjährigen Reitpferde, dem OPTIMUM, entschied diesmal Pramwaldhof’s So Nice, ein Sohn des Sir Heinrich aus einer Mutter von Rocky Lee, die Prüfung für sich. Besonders sein Galopp begeisterte: Eine Note von 9,0 war dieser dem Richterkollegium wert. Mit der Gesamtnote 8,3 ging der Hengst, der sich unter seiner Reiterin Helena Meier losgelassen und harmonisch präsentierte, als strahlender Sieger hervor.
Zweiter wurde der Bach-Sohn Bobby be Glitter unter Mareike Mimberg-Hess mit einer Benotung von 8,1. Eine 7,9 erhielt Serafino RAK, ein Sohn des Santos, für seine Vorstellung – dies brachte ihm mit seiner Reiterin Janina Mecke den dritten Platz ein. Den vierten Platz teilten sich gleich drei talentierte Nachwuchspferde: Mister Reibach, geritten von Claire-Louise Averkorn, Dea della Danza PS unter Jonah Gerlich sowie Federica, vorgestellt von Janina Thomsen.
Westfalen Wappen an Gut Neuenhof’s Moon River
Einen für das Publikum ungewohnten Modus brachte das diesjährige Westfalen Wappen mit sich – die Auszeichnung, die traditionell dem Sieger der Reitpferdeprüfung für Dreijährige zuteil wird. Da das Al Shira’aa Turnier der Sieger in diesem Jahr einmalig erst nach den Bundeschampionaten stattfindet, bei denen sich die Dreijährigen bereits unter Beweis gestellt hatten, entschieden die Veranstalter, die Prüfung ausnahmsweise entfallen zu lassen.
Um der langen Tradition der Auszeichnung dennoch Rechnung zu tragen, wurde stattdessen das erfolgreichste dreijährige westfälische Reitpferd des Jahres ausgezeichnet: Gut Neuenhof’s Moon River (v. Maxim – Escolar), die sich unter Danica Duen erst vor einer Woche zur Bundeschampionesse der dreijährigen Reitpferde gekrönt hatte. Den Preis nahmen die Züchter und Besitzer der Stute, Sandra und Axel Schürner, sowie Reiterin Danica Duen freudestrahlend entgegen.
Damit stand der Donnerstagnachmittag in Münster auch diesmal im Zeichen der besten Nachwuchspferde – und deren Zukunft sieht vielversprechend aus.
Fotos: Johanna Milse
