Region, Breitensport und offene Türen
Veranstalter möchte Pferdesport für Münster erlebbar machen
MÜNSTER. Internationale Weltklasse auf der einen, regionaler Breiten- und Nachwuchssport auf der anderen Seite: Beim Al Shira’aa Turnier der Sieger vom 3. bis 6. September sollen diese Welten ganz bewusst zusammengehören. Besonders sichtbar wird das am Donnerstag, wenn der Eintritt auf den Schlossplatz den gesamten Tag über frei ist.
„Der Reitsport gehört zu Münster und zum Münsterland. Wir möchten die Menschen einladen, ihn bei uns zu erleben“, sagt Hendrik Snoek, Präsident des gastgebenden Westfälischen Reitervereins.
Dabei beginnt der Donnerstag bereits mit Spitzensport: 15 Paare treten im Grand Prix de Dressage an. Es folgt unter anderem das traditionelle Optimum für vierjährige Pferde, für das 21 Nennungen vorliegen. Am Nachmittag und Abend rückt dann die Region besonders in den Mittelpunkt.
Ein Abend für den Sport aus der Region
Beim Münsterländer Pferdestärken-Cup, Preis der Sparkasse Münsterland-Ost, messen sich die Reiterverbände Münster, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf in Dressur und Springen. Vom A- bis zum S-Niveau wird dabei ein großer Teil der sportlichen Bandbreite der Region sichtbar.
Auch das beliebte Ponyrennen bleibt Bestandteil des Wettbewerbs, wird in der Gesamtwertung künftig allerdings geringer gewichtet. Damit möchte der Veranstalter für mehr sportliche Fairness zwischen den Mannschaften sorgen.
„Es möchten viel mehr Menschen hier in Münster reiten, als wir Startplätze zur Verfügung haben“, erklärt Snoek. Gerade die besondere Stimmung während des Münsterländer Pferdestärken-Cups zeige jedes Jahr, welchen Stellenwert der regionale Sport für das Turnier habe.
Passend dazu folgt am Abend das Finale der Hagedorn Pony Trophy. „Dieses Konzept mit Breitensport und Ponyprüfung ist ganz wichtig für unser Turnier“, betont Snoek. „Es zeigt unsere regionale Verwurzelung und gibt dem Breitensport die Bühne, die er verdient.“
Auch Tradition bekommt ihren Platz: Anlässlich des 60. Jahrestages einer großen Viererzugparade in Münster wird ein Schaubild mit Gespannen und Kutschen an diese Geschichte erinnern.
So nah wie möglich am Pferdesport
Die Einladung an Münster endet allerdings nicht mit dem freien Donnerstag. Während des gesamten Turniers bleiben der Ausstellungsbereich und die Plaza frei zugänglich. Besucher können bis an den Abreiteplatz gelangen und den Sport auf der großen Livestream-Leinwand verfolgen – auch ohne Tribünenticket. Dahinter steht eine bewusste Haltung des Westfälischen Reitervereins. Pferdesport soll nicht hinter Absperrungen verschwinden, sondern möglichst unmittelbar erlebbar sein.
„Wir freuen uns auf fairen und offenen Sport und wir haben nichts zu verbergen“, sagt Snoek. „Uns ist wichtig, Berührungspunkte zu schaffen. Die Menschen sollen zu uns kommen, die Pferde sehen, die Atmosphäre erleben und sich selbst ein Bild von unserem Sport machen können.“
So sollen sich vom 3. bis 6. September nicht nur eingefleischte Pferdesportfans auf dem Schlossplatz zu Hause fühlen. Familien, Münsteraner, Besucher der Stadt und Menschen, die bislang vielleicht kaum Berührungspunkte mit Pferden hatten, sind ausdrücklich eingeladen.
Denn genau diese Mischung gehört für das Team hinter den Kulissen zum Charakter des Al Shira’aa Turnier der Sieger: Weltklasse und Breitensport, Tradition und Nachwuchs – und mittendrin eine Stadt, die vier Tage lang ganz nah am Pferd sein kann.
